Nachhaltiges Wirtschaften

Wie produzieren wir – nachhaltig, ökologisch, fair? Helfen uns freiwillige Vereinbarungen oder Zertifizierungen weiter? Hersteller und Verbraucher gestalten eine nachhaltige Wirtschaft. Mit neuen Ideen und Produkten und dem Ziel, umweltfreundlich und sozial zu produzieren, werden die Wirtschaft und die Regionen gestärkt.

Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen

Seit März 2004 besteht das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT) als freiwillige Vereinbarung zwischen Thüringer Landesregierung und Thüringer Wirtschaft. Inzwischen hat sich das NAT als das größte Netzwerk des Freistaates etabliert, welches auf Freiwilligkeit beruht und von der Wirtschaft selbst organisiert wird. Es ist ein lebendiges Netzwerk von Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Das NAT führt Partner und Unternehmen zu Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens zusammen. Alle am Bündnis Beteiligten eint das Grundverständnis einer nachhaltigen Entwicklung und der Wille, Verantwortung für die nächsten Generationen zu übernehmen.

Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen

EMAS – Das europäische Gütesiegel für betrieblichen Umweltschutz

Logo EMAS

EMAS (engl. Eco Management and Audit Scheme) ist ein freiwilliges leistungsorientiertes Umweltmanagementsystem, das mit Überprüfung durch unabhängige Umweltgutachter, öffentlicher Umwelterklärung und Registrierung ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Transparenz bietet. Es ist offen für alle Branchen und Betriebsgrößen und weltweit anwendbar.

Das Thüringer Umweltministerium hat seit 2013 das Umweltmanagementsystem nach EMAS eingeführt und möchte damit ein Beispiel auch für andere Behörden und öffentliche Einrichtungen Thüringens geben. Die Erfahrungen bei der Einführung von EMAS und die dazu erarbeiteten Schritte sind in einem Leitfaden dokumentiert. Weitere Infos sind unter den nachfolgenden Links zu finden.

Hinweise des Umweltministeriums zu EMAS

EMAS - Homepage

Hinweise des UBA zu EMAS

Ökoprofit

Löwenzahn wächst aus der Steckdose

ÖKOPROFIT (Ökologisches Projekt Für Integrierte Umwelt-Technik) ist ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und der örtlichen Wirtschaft mit dem Ziel der Betriebskostensenkung unter gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen (u. a. Wasser, Energie). Dabei sind produzierende Unternehmen, Dienstleister und Sozialeinrichtungen wie auch Handwerker gleichermaßen angesprochen.

Ökoprofit Homepage

Nachhaltig Geld ausgeben

Symbolbild Green Money

Die EU-Kommission drängt die Finanzwirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit und hat dafür einen Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums vorgelegt. Dieser sieht unter anderem ein Klassifikationssystem für Nachhaltigkeit („EU-Taxonomie“) vor, das Basis für „nachhaltiges“ Agieren von Finanzinstituten, Ratingagenturen, Marktanalysten und Anlegern sein soll. Für nachhaltige Investitionen gibt es auch ein Siegel (FNG) auf dem deutschen Finanzmarkt. Und vielleicht haben Sie auch schon von einer Ethikbank gehört? Hier sind sozialökologische Anlagekriterien und hohe Transparenz die Basis. Mehr Infos zum nachhaltigen Geldausgeben sind hier zu finden:

Siegel für Nachhaltige Investmentfonds

Nachhaltige Finanzwirtschaft - Info Europäische Kommission

Nachhaltige Finanzwirtschaft

 

Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK)

Eintrag für "nachhaltig" im Duden

Nachhaltiges Wirtschaften ist äußerst vielfältig.  Damit Organisationen und Unternehmen entsprechende Weichenstellungen in ihrem Alltag vornehmen können, hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) im Dialog mit der Wirtschaft den Deutschen Nachhaltigkeitskodex erarbeitet, getestet und neuen Entwicklungen angepasst. 20 Kriterien bieten Orientierung für kleinere sowie für global agierende Firmen. Der Kodex ist für Kunden und Geldgeber eine wichtige Entscheidungshilfe, ob sie mit diesem Unternehmen zusammenarbeiten oder dessen Produkte kaufen wollen. Interessiert? Hier sind weitere Informationen zu finden. Übrigens sind Unternehmen, die den DNK anwenden und EMAS (siehe EMAS) erfolgreich durchlaufen haben, sehr gut in Sachen Nachhaltigkeit aufgestellt. Außerdem wurde Doppelarbeit vermieden, da beide Verfahren kompatibel sind (siehe Studie EMAS/DNK).

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

Deutscher Nachhaltigkeitskodex und EMAS

CSR-Berichtspflicht

Solaranlagen im nebligen Sonnenaufgang

Die sogenannte CSR-Richtlinie (Corporate Social Responsibility – Unternehmerische soziale Verantwortung) der EU fordert von großen kapitalmarktorientierten Unternehmen, Kreditinstituten, Finanzdienstleistungsinstituten und Versicherungsunternehmen mehr Transparenz hinsichtlich ökologischer und sozialer Aspekte. Es geht um konkrete Informationen zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. In Deutschland gilt das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz. Hier gibt es Unterstützung zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben:

Nachhaltigkeitskodex zur Erfüllung der CSR-Berichtspflicht

 

 

Landwirtschaft für Umwelt und Natur

Mohnblume im Getreidefeld vor Windrädern

Etwa die Hälfte der Fläche Thüringens wird landwirtschaftlich genutzt. Die Art und Weise der Bewirtschaftung hat daher große Auswirkungen auf die Umweltgüter.

Ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Landwirtschaft sind die an landwirtschaftliche Betriebe und andere Landnutzer gerichteten Angebote an Agrarumwelt- und Vertragsnaturschutz-Maßnahmen, die eine besonders umwelt- und naturschutzgerechte Landbewirtschaftung fördern.

Umweltministerium-Förderung NALAP

Umweltministerium-Förderung KULAP

 

Nachhaltige Landwirtschaft

Zwei schlafende Ferkel

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e. V. (AbL) ist eine bäuerliche Interessenvertretung, die für eine zukunftsfähige Landwirtschaft im Sinne einer sozial- und umweltverträglichen Landwirtschaft sowie für entsprechende Rahmenbedingungen eintritt.

In der AbL haben sich sowohl konventionell als auch ökologisch wirtschaftende Bauern und Bäuerinnen zusammengeschlossen, wobei die Mehrzahl der Betriebe im Bereich der kleineren und mittleren Größenklassen anzusiedeln sind. Ferner zählen zu den Mitgliedern Menschen anderer Berufsgruppen, die sich als Verbraucher, Umwelt- oder Tierschützer oder als entwicklungspolitisch Engagierte für den Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft einsetzen.

Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft

Nachhaltige Forstwirtschaft

Herbstliche Laubbäume im Wald

Holz ist ein wertvoller Rohstoff. Beim Bau, im Haushalt, in der Freizeit, im Büro – überall verbrauchen und nutzen wir Produkte aus Holz. Zwei Drittel aller bekannten Pflanzen-, Tier- und Pilzarten leben im Wald. Daher ist es besonders wichtig, den Wald nachhaltig zu bewirtschaften. Das hat die Forstwirtschaft bereits vor 300 Jahren herausgefunden – kurz gesagt, nur so viel zu ernten, wie auch wieder nachwachsen kann. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet unter den heutigen Herausforderungen, wie Klimawandel oder Artensterben, aber noch viel mehr. Waldumbau, Zertifizieren etc. - die Forstwirtschaft wird noch nachhaltiger.

ThüringenForst

Forstwirtschaft in Thüringen

PEFC Thüringen

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Aktion Fluss

Fluss im Herbst

Die AKTION FLUSS steht für die Umsetzung der Thüringer Landesprogramme Gewässerschutz und Hochwasserschutz und der Umsetzung Europäischer Richtlinien (der WRRL sowie der HWRM-RL) in Thüringen. Die AKTION FLUSS setzt sich für sauberes Wasser, natürliche und naturnahe Gewässer, für Hochwasservorsorge und den Hochwasserschutz ein.

Durch eine Vielzahl von Projekten, die vom Land und zahlreichen weiteren Akteuren umgesetzt werden, werden mithilfe der AKTION FLUSS die Thüringer Gewässer nachhaltig verbessert und der Hochwasserschutz optimiert. Der Freistaat Thüringen unterstützt die Akteure bei der Umsetzung von geeigneten Maßnahmen auch durch eine entsprechende Förderung.

Alle Maßnahmen sind in den Landesprogrammen Gewässerschutz und Hochwasserschutz erfasst. Die Landesprogramme werden alle 6 Jahre fortgeschrieben. Die nächste Fortschreibung erfolgt in 2021.

Aktion Fluss

Projektbeispiele

Nachhaltiges Produktdesign - c2c-Prinzip

begrünte, moderne Hausversade

Produkte neu denken: Cradle to Cradle® ist ein Designprinzip, das in den 1990er Jahren entwickelt wurde. Es steht für Innovation, Qualität und gutes Design. Übersetzt heißt es „Von der Wiege zur Wiege“ und beschreibt die sichere und potentiell unendliche Zirkulation von Materialien und Nährstoffen in Kreisläufen. Ziel ist es, einen positiven Fußabdruck zu hinterlassen und Produkte, Prozesse, Gebäude und Städte neu zu denken und neu zu gestalten, die sicher für den Menschen, gesund für die Umwelt und erfolgreich für die Wirtschaft sind. Mehr erfahren können Sie hier:

https://epea.com/

https://c2c-ev.de/

Bündnis für nachhaltige Textilien

Frau im weißen Kleid mit brauner Tasche

Das Bündnis für nachhaltige Textilien wurde 2014 gegründet. Die Multi-Akteurs-Partnerschaft setzt sich aus Mitgliedern der Wirtschaft (Unternehmen und Verbände), Nichtregierungsorganisationen (NRO), Gewerkschaften, Standardorganisationen und der Bundesregierung zusammen. Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, die Bedingungen in der weltweiten Textilproduktion zu verbessern – von der Rohstoffproduktion bis zur Entsorgung. 

Nachhaltiges Textilbündnis

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: